Schulvortrag und Bildvortrag für Schulen über Weltreise, Antarktis und Polarforschung
Für Schulen und Interessierte
Wie weit würdest du gehen, um deinen Traum zu leben?
Und was passiert, wenn du deine Komfortzone verlässt?
In ihren Vorträgen nimmt die Weltreisende Schulklassen und Interessierte mit von der Antarktis bis in die Arktis. Sie spricht offen über Herausforderungen, Zweifel und Durchhaltewillen – aber auch über Staunen, Gemeinschaft und persönliche Transformation. Ihre Botschaft: Die Welt ist grösser, als wir denken – und wir selbst auch.
Lebensgefühl
Wie fühlt es sich an, ständig in Transformation im Ozean des Lebens zu sein?
Stillstand fühlt sich fremd an – wachsen, hinterfragen, lernen und loslassen, das sind die Lebensthemen.
Segeln, Monate auf dem offenen Meer
Leinen los! Zwischen peitschenden Wellen und glühender Sonne, mit Salz auf der Haut und Sternen über dem Kopf. Der Wind ist Antrieb, Herausforderung und Freiheit zugleich – und jeder Horizont verspricht Veränderung, aufs Neue!
Forschung in der Antarktis
Wo der Wind über das Eis peitscht und die Temperaturen an die Grenzen des Erträglichen gehen, arbeitete sie auf der Neumayer-Station III. Pinguine wurden zu Nachbarn, das Weiss zur täglichen Kulisse. In der Isolation der Polarwelt lernte sie, was echte Gemeinschaft bedeutet: aufeinander angewiesen sein, füreinander einstehen, gemeinsam durchhalten.
Jahre auf dem Forschungsschiff Polarstern
Monatelang auf See, umgeben von Eis und endlosen Horizonten: Sie lebte als Teil der Crew, beobachtete das Leben an Bord und begleitete Wissenschaftler bei ihrer Arbeit. Jede Expedition in Arktis und Antarktis war ein Zusammenspiel aus rauer Natur, präziser Forschung und der Kraft von Gemeinschaft auf engem Raum.
Berufung
Ihr beruflicher Weg führte sie durch unterschiedlichste Welten – von Sprachvermittlung und Arbeitsintegration über internationale Reiseleitung in Europa und Südamerika bis hin zu Einsätzen in der Antarktis auf der Neumayer-Station III und dem Forschungsschiff Polarstern.
Als ausgebildete Geomatikerin und Raumplanerin verbindet sie strukturelles Denken mit praktischer Erfahrung im Service- und Housekeeping, in der Gastronomie und im alpinen Umfeld als Hüttenmitarbeiterin.
Fazit
Wandel ist ihr Alltag. Abschiede sind Teil ihres Weges und positive Energie zu behalten ist das Ziel. Natur, Kunst und die Vielfalt des Lebens – in all seinen Farben, Formen und Wandlungen.
Was all diese Stationen verbindet: Offenheit, Anpassungsfähigkeit und die Freude daran, mit Menschen und in besonderen Räumen zu arbeiten.
Reiseerfahrungen
Zu den von mir bereisten Regionen zählen Europa, Teile Asiens, Afrikas, Südamerikas sowie die Polarregionen. Ich war unter anderem in der Mongolei, Russland und dem Libanon, in Marokko, Namibia und Südafrika sowie in Argentinien, Chile, Bolivien, Paraguay und Uruguay unterwegs. Auch Neuseeland, Tasmanien sowie die Arktis und Antarktis gehören zu meinen Reiseerfahrungen.
Ich bewege mich am liebsten auf dem Meer oder am Meer, in den Bergen und auf dem Eis.

Unterrichts-Vermittlung für Schulen
Themenauswahl
Die Einflüsse auf den Klimawandel
Erwärmung & Temperaturanstieg
- Die Polarregionen erwärmen sich deutlich schneller als der globale Durchschnitt (Arktis: etwa doppelt so schnell).
- Schmelzen von Meereis und Gletschern
- Auftauen des Permafrostbodens → Freisetzung von CO₂ und Methan
- Veränderungen in Wetter- und Klimamustern weltweit
Folgen:
Rückgang von Meereis und Gletschern
- Arktisches Meereis nimmt jährlich deutlich ab, besonders im Sommer.
- In der Antarktis schrumpfen Gletscher an der Küste (Westantarktis) und Eisplatten brechen häufiger ab.
- Lebensraumverlust für Eisbären, Robben, Pinguine und andere Tiere
- Steigende Meeresspiegel durch Schmelzwasser
- Weniger Reflexion des Sonnenlichts (Albedo-Effekt) → weitere Erwärmung
Konsequenzen:
Veränderungen von Ökosystemen
Tierarten müssen sich an neue Bedingungen anpassen:
- Eisbären müssen größere Strecken schwimmen → Energieverlust
- Pinguin- und Robbenpopulationen verschieben sich
- Fischbestände und Plankton verändern sich → Nahrungsketten verschieben sich
- Neue Arten dringen ein, invasive Arten können einheimische Populationen bedrohen.
Ozeanische Veränderungen
- Erwärmung → Abschmelzendes Eis verdünnt den Salzgehalt des Meerwassers → beeinflusst Meeresströmungen
- Schmelzwasser → kann globale Strömungen wie den Golfstrom verändern
- Säuerung der Ozeane durch CO₂ → beeinträchtigt marine Lebewesen, besonders kalkbildende Organismen
Extremereignisse
- Häufigere Stürme und starke Wetterumschwünge
- Veränderungen in Schneedecke und Eisbildung → Auswirkungen auf Schifffahrt, Forschung und lokale Lebensbedingungen
Globale Rückkopplungseffekte
- Schneeschmelze → weniger Albedo → noch schnellere Erwärmung
- Permafrost-Tau → Treibhausgase freigesetzt → globale Temperatur steigt
- Veränderungen in der Polregion wirken auf das Klima der ganzen Erde
Merksatz: Polarregionen sind Klimaanzeiger der Erde – was dort passiert, hat globale Konsequenzen.
Natur & Landschaft in den Polarregionen
Arktis
- Meist Meereis, Tundra und Berge
- Permafrostboden – dauerhaft gefroren
- Kurze Sommer: Gräser, Moose, Flechten, kleine Sträucher
- Flüsse, Seen und Fjorde in Eislandschaften
Antarktis
- Fast vollständig von Eis bedeckt
- Küstenbereiche: felsige Klippen, Gletscherzungen, Eisberge
- In einigen eisfreien Regionen (Oasen) wachsen Flechten, Moose, Algen
- Extrem trockene Winde, geringe Niederschläge
Tierwelt in den Polarregionen
Antarktis
- Pinguine: Kaiserpinguin, Adeliepinguin, Eselspinguin
- Robben: Weddellrobbe, Krabbenfresserrobbe, Seeleopard
- Vögel: Sturmvögel, Albatrosse, Skua
- Meerestiere: Krill, Fische, Tintenfische → Basis der Nahrungskette
Arktis
- Eisbären – Spitzenprädatoren auf Meereis
- Robbenarten: Ringelrobbe, Bartrobbe, Sattelrobbe
- Wale: Beluga, Narwal, Buckelwal, Grönlandwal
- Vögel: Schneeammer, Eissturmvogel, Schneeeule
- Landtiere: Polarfüchse, Rentiere/Caribou, Lemminge
Forschungsschiff Polarstern
Die Polarstern ist eines der modernsten Forschungsschiffe der Welt, gebaut für extreme Bedingungen in der Arktis und Antarktis. Sie ermöglicht Wissenschaftlern, Polarregionen hautnah zu erforschen und Daten über Klima, Meere, Eis und Ökosysteme zu sammeln.
Technische Merkmale
- Eisverstärktes Schiff: kann dickes Meereis durchbrechen
- Labore an Bord: für Ozeanographie, Biologie, Geologie, Klimaforschung
- Ausrüstung für Messungen: Boote, Tauchgeräte, Radar, Sonar, GPS-Systeme
- Unterbringung & Verpflegung: Schlafräume, Küche, Gemeinschaftsbereiche für Crew und Wissenschaftler
Funktionen
- Begleitung von Wissenschaftsteams bei Expeditionen in extreme Regionen
- Sammlung von Eis- und Wasserproben, Messung von Klima- und Wetterdaten
- Dokumentation des Lebens auf See, in Eisregionen und der Tierwelt
Leben an Bord
- Crew und Wissenschaftler arbeiten eng zusammen: Navigation, Forschung, Logistik, Versorgung
- Monatelanges Leben in isolierter, extrem kalter Umgebung
- 24-Stunden-Arbeit im Rhythmus von Natur, Wellen und Expeditionen
- Starke Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung, Teamgeist essentiell
Abenteuer und Forschung
- Reisen von der Arktis bis zur Antarktis
- Beobachtung von Eisbären, Robben, Pinguinen und Walen aus nächster Nähe
- Unvergessliche Momente zwischen Sturm, Eisbergen
Crew-Berufe
Die Crew sorgt dafür, dass das Schiff sicher, funktionstüchtig und bewohnbar bleibt.
Navigation & Schiffsführung
- Kapitän / Master – Gesamtverantwortung für Schiff, Crew und Sicherheit
- Offiziere / Wachoffiziere – Navigation, Brückenwachen, Steuerung
- Matrosen / Deckhands – Seile bedienen, Deckarbeiten, Ladung sichern
Technischer Betrieb
- Ingenieure / Maschinisten – Maschinenraum, Energieversorgung, Wartung
- Elektrotechniker – elektronische Systeme, Navigation, Kommunikation
- IT/Kommunikationstechniker – Satellitenkommunikation, Datenmanagement
Versorgung & Alltag
- Köche / Küchenpersonal – Ernährung der Crew
- Housekeeping / Reinigungspersonal – Hygiene, Sauberkeit
- Medizinisches Personal / Schiffsarzt – Notfallmedizin, Gesundheit der Crew
- Logistik / Lagerverwaltung – Materialversorgung, Proviant, Ausrüstung
Wissenschaftliche Berufe
Die Wissenschaftsteams führen Experimente durch, sammeln Daten und werten sie aus.
Meeres- & Polarwissenschaften
- Ozeanographen – Messung von Meerestemperatur, Strömungen, Salzgehalt
- Klimawissenschaftler – Analyse von Klimadaten, Eisproben, Wetter
- Glaziologen – Eis- und Gletscherforschung
- Biologen / Ökologen – Meeres- und Landtierforschung, Umweltbeobachtung
Geowissenschaften
- Geologen / Sedimentologen – Meeresboden, Gesteinsproben
- Geomatiker / Kartografen – Karten und digitale Modelle der Regionen
Spezialisierte Technik
- Hydrografen – Vermessung von Meeren, Küstenlinien und Eisgebieten
- Forschungstaucher / Techniker für Spezialgeräte – Unterwasseraufnahmen, Messinstrumente
- Labortechniker – Probenbearbeitung, Analyse, Dokumentation
Schnittstellen-Berufe
- Expeditionsleiter / Koordinator – Verbindung zwischen Crew und Wissenschaft
- Dokumentation & Medien – Fotos, Videos, Social Media, wissenschaftliche Berichte
- Assistenten / Hiwis (studentische Hilfskräfte) – Unterstützung bei Forschung und Logistik
Merksatz: Crew = Schiff & Sicherheit & Alltag · Wissenschaft = Experimente & Daten & Forschung · Schnittstellen = Kommunikation & Koordination
Neumayer-Station III
Die Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts ist eine moderne deutsche Forschungsstation in der Antarktis, gebaut für extreme Kälte, Wind und Eis. Sie dient als Basis für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Klima, Eis, Ozeanographie und Meteorologie untersuchen.
Technische Merkmale
- Erhöht gebaut auf Stelzen, um vom Schnee aufzusteigen und sich bewegendes Eis zu überdauern
- Labore und Forschungsräume: für Klimaforschung, Atmosphärenmessungen, Biologie und Geowissenschaften
- Unterkunft: Wohnräume, Küche, Gemeinschaftsbereich für Teamarbeit und Freizeit
- Ausrüstung: Satellitenkommunikation, Messgeräte, Transportmittel für Außeneinsätze
Leben an der Station
- Isolation: Monate ohne direkten Kontakt zur Außenwelt
- Extreme Kälte: Temperaturen oft unter -40 °C, starke Winde
- Starke Teamdynamik: Arbeiten und Leben in engem, kleinen Team → Zusammenarbeit entscheidend
- Beobachtung der Tierwelt: Pinguine, Robben, Seevögel in der Umgebung
Forschungsarbeiten
- Eis- und Schneeproben zur Klimaforschung
- Meteorologische Messungen für Wetter- und Klimamodelle
- Ozeanographische Forschung an Küsten und Schelfeis
- Dokumentation von Tier- und Pflanzenleben
Besonderheiten
- Abgeschiedenheit und extreme Bedingungen fördern intensive Gemeinschaftserfahrungen
- Einzigartige Gelegenheit, das Verhalten der Natur unter Extrembedingungen zu studieren
- Die Station ist ein Knotenpunkt globaler Polar- und Klimaforschung
Merksatz: Die Neumayer-Station III ist mehr als ein Forschungslabor – sie ist ein Lebensraum mitten in der Antarktis, in dem Wissenschaft, Teamgeist und das Erlebnis extremer Natur zusammentreffen.